Praktikum bei Architects for Future Austria
Architects for Future Austria bietet 2026 ein Erasmus+ Praktikum in Wien für Studierende und kürzlich Graduierte aus den Bereichen Architektur, Stadt- oder Raumplanung an!
Im Mittelpunkt stehen nachhaltiges Bauen, Umbaukultur und der Erhalt bestehender Gebäude. Während des vier- bis sechsmonatigen Praktikums arbeitest du unter anderem an Recherchen, Ausstellungen, Veranstaltungen, Social Media und der Weiterentwicklung des Vereins mit. Der Start ist flexibel ab August oder September 2026 möglich.
Gesucht werden engagierte Personen mit Interesse an Klimaschutz und Stadtentwicklung sowie Freude an Teamarbeit und Gestaltung.
Bewerbungen mit kurzem Motivationsschreiben und Lebenslauf können an info@architects4future.at gesendet werden.
Bewirb dich jetzt!
Exkursionen 2026
A4F Austria besuchen regelmäßig Planungsbüros, die sich intensiv mit nachhaltigem und sozialem Bauen auseinandersetzen, um Einblicke in ihre Praxis zu erhalten und den fachlichen Austausch zu fördern. Auch dieses Jahr konnten wir wieder vier Büros ausfindig machen, die im Bereich Nachhaltiges Bauen tätig sind und uns ihre Türen geöffnet haben.
Die Exkursionsreihe begann bei Smartvoll Architekten, die uns spannende Einblicke in ihre Projekte ermöglichten und viel Raum für gemütliche Gespräche im Anschluss anboten. Als zweites besichtigten wir das Projekt VinziRast im 9. Bezirk von gaupenraub +/-, das uns mit seiner besonderen Geschichte und Atmosphäre empfing. Auch bei co-form konnten wir viel über nachhaltige Bauprojekte und das Büro lernen. Last but not least ging es auf die Baustelle von Weitblick Architektur, ein Paradebeispiel für Bauen im Bestand mit Sinn für Details und Nachhaltigkeit.
Wir freuen uns schon auf das nächste Jahr und die nächste Runde Exkursionen und hoffen, dass ihr auch wieder dabei seid!
Barbara Buser – Film & Talk im Votivkino
Am 17. Juni wurde der Film „Barabara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit“ im Votivkino in Wien gezeigt. In atmosphärischen Aufnahmen wurde dem Publikum der Werdegang, einige Projekte und die Lebensweise Barbara Busers präsentiert. Der Fokus lag darauf den Wert von Dingen zu erkennen und Gegenstände, Räume und Gemeinschaften zu pflegen. Diese feministische Praxis des Umsorgens ist ein wichtiger Bestandteil für die Architektur und wird nun langsam als solcher anerkannt. Eine weitere wichtige Praxis ist die Wiederverwendung von Materialien, welche aufwändiger als das Recycling ist, jedoch weitaus ressourcenschonender. Beide Praxen sind essenziell, wenn wir lebenswerte nachhaltige Städte planen wollen.
Anschließend an den Film gab es ein Gespräch zwischen Carina Sacher von der Allianz für Substanz und Philipp Buxbaum von Smartvoll Architekten, moderiert von Bettina Doser von Architects for Future Austria. Gesprochen wurde über die Möglichkeiten und Hürden Ansätze wie die von Barbara Buser in Österreich durchzuführen. Ein großer Punkt, der dieser nachhaltigen Planungsweise aktuell entgegensteht, ist das maßlose Abreißen von Gebäuden, anstatt sie zu sanieren uns auszubauen. Das schwerwiegendste Beispiel in Wien ist derzeit der geplante Abriss der alten Wirtschaftsuniversität (siehe Allianz alte WU).
Haus der Jugend: Protest-Performance gegen Abriss-Neubau-Projekt
Am Donnerstag, den 11. Juni um feierte die ALLIANZ FÜR SUBSTANZ mit einer Protest-Performance symbolisch den Beginn der Renovierungsarbeiten an der ehemaligen Abendschule der Arbeiterkammer Wien in der Plößlgasse 13 im 4. Wiener Gemeindebezirk. Die Allianz betont damit die verpasste Chance auf einen Umbau des Bestandsgebäudes zum geplanten Jugendcampus YOCA, unterstreicht aber auch die Rolle öffentlicher Institutionen in Zeiten des eskalierenden Klimawandels. Architects for Future war Teil der Aktion und gab ein Statement ab.
Die Aktion weist auf die sozialen und ökologischen Folgen von Gebäudeabrissen hin – als Symptome einer verschwenderischen und klimaschädlichen Praxis. Bestand ist zu erhalten, zu sanieren und weiterzudenken.
Die Arbeiterkammer vertritt über vier Millionen Arbeitnehmer*innen in Österreich und hat daher eine besondere Verantwortung und Vorbildwirkung – auch für den Klima- und Umweltschutz.
Barbara Buser – Film & Talk im Leokino Innsbruck
Am 11. Juni wurde im Leokino Innsbruck der Film „Barbara Buser – Pionierin der Nachhaltigkeit“ gezeigt. Der Film zeigt Ausschnitte aus dem Leben und Werdegang Barbara Busers und verschiedene Projekte, wie das Gundeldinger Feld und die Markthalle Basel, die sie zusammen mit ihrem Arbeitspartner Eric Honegger umgesetzt hat.
Im Anschluss gab es einen Talk mit Barbara Buser und Klara Burgstaller von Architects for Future Austria, moderiert von Maileen Krähe vom Impact Hub Tirol. Dabei wurde darüber gesprochen, wie die im Film gezeigten Ansätze auch in Österreich umgesetzt werden können. Die zahlreichen Zuschauer:innen beteiligten sich aktiv an der Diskussion. So wurde auch über ein lokales Beispiel in Innsbruck gesprochen – ein ehemaliges Industrieareal, das derzeit durch einen Kulturverein zwischengenutzt wird – diese Zwischennutzung jedoch nun durch die örtliche Bauordnung ausgebremst wird. Es zeigt wie viel Aufholbedarf auf Gesetzebene besteht, um eine nachhaltige Bauwende zu ermöglichen.
FIX IT! UMBAU STATT ABRISS
Wanderausstellung in Innsbruck
Vom 28. – 31. Mai fand in Innsbruck die FIX IT! Wanderausstellung statt und konnte damit neben Wien in eine weitere Stadt in Österreich geholt werden.
Die Ausstellung fand in der Peter-Canisius-Kirche statt – ein denkmalgeschütztes Kirchengebäude, das in naher Zukunft zur Boulderhalle umfunktioniert eine neue Nutzung bekommt.
Neben der Ausstellung gab es ein vielfältiges Rahmenprogramm: Ein Paneltalk zur Eröffnung, Filmscreenings und Siebdruck-Workshop, luden zum tiefer eintauchen und mitdiskutieren ein.
Gäste:
Auftraggebende/Vertreter:innen der Kirche
Columbosnext
ATP
U1architektur
4Elements-Festival | Klima Biennale
Am 21. April haben wir im Rahmen der Klima Biennale beim 4Elements-Festival in einer öffentlichen Gesprächsrunde das Thema Erde im Zusammenhang mit Klimaschutz und Klimawandelanpassung diskutiert.
Dabei sprachen wir mit Expert:innen und Jugendlichen über Boden & Kreislaufwirtschaft. Insbesondere ging es dabei um Verschmutzung, um Deponierung und Bodenaushub bzw. Versiegelung und Bodenverbrauch in der Baubranche, aber auch um Kompostierung und Humusbildung für intakte Böden als Grundlage für Lebensmittelproduktion und Lebensmittelsicherheit. Künstlerisch aufgearbeitet wurden die Inhalte in der Performance “mud man” von Thomas Romm.
Das 4Elements-Festival wurde vom HOPE-Raumlabor der TU Wien organisiert – wir freuen uns, dass wir dabei sein durften!
Gäste:
Thomas Romm: Mudman Performance – forschen planen bauen, Romm ZT
Sebastian Hafner: Boden. Ein blinder Fleck der Kreislaufwirtschaft – forschen planen bauen, Romm ZT
Sara Neuburg: Abfall und Erde – Forschungsbereich Abfallwirtschaft und Ressourcenmanagement TU Wien
Schüler:innen des BRG9 – Klimaclub: Boden in Gefahr!
Moderation: Lisa Schönböck – Architects4Future Austria
Critical Mass, März 2026
Am 20. März nahm A4F an der Raddemo Critical Mass teil und setzte damit ein sichtbares Zeichen für nachhaltige Mobilität und gemeinschaftliches Engagement im Straßenraum. Bei frühlingshaften Temperaturen versammelten sich zahlreiche Radfahrende, um gemeinsam durch die Stadt zu rollen und auf die Bedeutung des Fahrrads als alltägliches Verkehrsmittel aufmerksam zu machen.
Noch immer ist die Radinfrastruktur in Wien lückenhaft und an vielen Stellen gefährlich. Die Prioritäten in der Verkehrsplanung müssen zugunsten von Fuß- und Radverkehr neu gesetzt werden, sodass mehr Menschen auf das Fahrrad als umweltfreundliches Verkehrsmittel umsteigen. Deshalb findet seit 20 Jahren regelmäßig die Critical Mass statt und führt über verschiedene Routen durch Wien.
Dieses Mal ging es gute zweieinhalb Stunden vom Startpunkt am Schwarzenbergplatz nach Süden bis zum Reumannplatz und weiter durch Favoriten und Simmering bis zu ihrem Endpunkt am Jubiläumsbrunnen im Sonnwendviertel.
Die Demo findet regelmäßig am dritten Freitag im Monat statt – Mach mit!
Feministischer Kampftag, 8. März 2026
Am 8. März nahm A4F am feministischen Kampftag teil und setzte damit ein sichtbares Zeichen für Gleichberechtigung, Solidarität und soziale Gerechtigkeit. Viele Menschen versammelten sich in Wien, um gemeinsam auf die Straße zu gehen und darauf aufmerksam zu machen, dass echte Gleichstellung noch immer nicht erreicht ist und dass es weiterhin öffentlichen Druck braucht, um Veränderungen durchzusetzen.
Noch immer sind Frauen und marginalisierte Gruppen in vielen Bereichen benachteiligt. Ungleiche Bezahlung, ein Großteil der unbezahlten Care-Arbeit, Diskriminierung und Gewalt gehören für viele Menschen nach wie vor zum Alltag. Der feministische Kampftag macht diese Ungleichheiten sichtbar und erinnert daran, dass Gleichberechtigung nicht selbstverständlich ist, sondern erkämpft werden muss.
Deshalb standen wir an diesem Tag auf der Straße. Für mehr Sichtbarkeit, für mehr Sicherheit und für eine gerechtere Gesellschaft. Der 8. März ist ein Tag des Protests, aber auch ein Tag der Solidarität und des gemeinsamen Engagements für eine Zukunft, in der alle Menschen gleichberechtigt leben können.
A4F Jahresklausur, Februar 2026
Am 8. Februar 2026 fand unsere jährliche Jahresklausur zur Festlegung eines neuen Jahresthemas in Wien statt, mit Online-Zuschaltungen aus Graz und Innsbruck. In einem halbtägigen Workshop reflektierten wir das vergangene Jahr und diskutierten aktuelle politische und gesellschaftliche Herausforderungen.
Nach einer intensiven Auseinandersetzung mit unserem Selbstverständnis, also wofür wir stehen und was wir verändern wollen, entwickelten wir gemeinsam ein neues Jahresthema: den massiven Abriss von Gebäuden. Obwohl viele noch nutzbar wären, werden sie durch Neubauten ersetzt, was große Mengen an Ressourcen verbraucht, CO₂ verursacht und unnötigen Abfall produziert.
Anschließend wurde das Thema in Arbeitsgruppen aufgeteilt und in einem Jahresplan strukturiert, um es mit Aktionen, Workshops und Öffentlichkeitsarbeit weiterzuverfolgen.
FIX IT! UMBAU STATT ABRISS
Wanderausstellung 10.12.25 – 31.01.26
Wir holen die Wanderausstellung der Europäischen Bürgerinitiative HouseEurope! nach Österreich.
In Kooperation mit dem Studio Kollision, der IG Architektur, dem Az W und vielen weiteren engagierten Personen bespielen wir im Dezember 2025 und Jänner 2026 verschiedene Orte in Wien.
Wir waren dabei – Klimastreik in Wien!
Im Oktober war es wieder an der Zeit laut zu sein bei der Fridays for Future-Demo in Wien. Gemeinsam mit vielen anderen haben wir dort auf die Bedeutung von Klimaschutz und nachhaltigem Handeln aufmerksam gemacht. Wie immer waren viele Organisationen und Vereine vertreten, die gemeinsam für mehr Klimaschutz und Klimagerechtigkeit auf die Straße gehen- die Stimmung war mega! Wir von A4F waren auch dabei und setzten uns unter anderem lautstark für eine Beschleunigung der Energiewende und mehr Aufmerksamkeit für unsere bebaute Umwelt ein!
Die Veranstaltung zeigt, dass das Engagement für eine lebenswerte Zukunft weiter wichtig ist. Nach der Demo ist vor der Demo- Laut bleiben für Klimagerechtigkeit und eine lebenswerte Zukunft!
Globale Solidarität zwischen Kunst und Aktivismus
Talk zu “The Resilience of Sisyphos”
Im Rahmen der Musiktheatertage Wien fand am 23.09. ein Panel zum Thema globale Solidarität statt, bei dem alle beteiligten Gruppen des interaktiven Musiktheaters ‘The Resilience of Sisyphos’ ihre Perspektiven zu Kunst und Nachhaltigkeit einbringen konnten. Wir als Architects 4 Future waren Teil des Gesprächs mit Alexander Behr, dem Civil Action Network und dem Verein MuPath. Dabei stellten wir die Thematik des drohenden Abrisses der Alten WU vor und plädierten für eine andere Sichtweise auf den Bestand. In Zeiten multipler Krisen ist die interdisziplinäre Vernetzung ein wichtiges Werkzeug, um mit gemeinsamer Stimme den Herausforderungen des Klimawandels zu begegnen.